Evangelische Kirchengemeinde zu Athen
Christuskirche
Odos Sina 68, 10672 Athen
Tel.: 210-3612713, Fax: 210-3645270
E-Mail: evgemath@otenet.gr

 
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„Die Evangelische Kirche Deutscher Sprache in Athen:

schön, dass es sie gibt!“

 

 

„Die Evangelische Kirche Deutscher Sprache in Athen - schön, dass es sie gibt!“ So sagen immer wieder deutsche Touristen, Einzel und Gruppen- reisende, die unsere Kirche in Athen aufsuchen, Gottesdienst mit uns feiern und sich einfach freuen, ein Stück Heimat auch in der Fremde wieder zu finden. Ein Stück Heimat erfahren, die eigene religiöse Identität bewahren, die christliche, evangelische Glaubenstradition auch im Land der Orthodoxie leben und pflegen – das ist um so wichtiger für Menschen, die auf Dauer oder für eine begrenzte Zeit ihren Wohnsitz von Deutschland nach Griechenland verlegt haben. Viele, die zu unserer Gemeinde gehören, haben einen griechisch-orthodoxen Ehepartner. Sie sind so eine wertvolle Brücke zwischen den Konfessionen. Viele, die bei uns für die begrenzte Dauer ihrer Arbeit in Griechenland Gemeindemitglied werden, lernen das Leben einer evangelischen Kirchengemeinde aus dem Blickwinkel einer Freiwilligkeitskirche noch einmal ganz neu kennen und schätzen.

 

Unsere Kirchengemeinde kann bereits auf eine beachtliche geschichtliche Tradition seit ihrer Gründung zurückblicken. Schon 1687 wurde - im Zusammenhang mit dem venezianisch-türkischen Krieg - eine lutherische Kirche für die in venezianischem Sold stehenden deutschen Soldaten in einer ehemaligen Moschee eingerichtet. Doch unsere eigentliche Gemeindegründung geht auf das Jahr 1837 zurück: 1834 ging Athen aus den Befreiungskriegen als neue Hauptstadt Griechenlands hervor. 1837 heiratete der aus dem bayrischen Königshaus Wittelsbach stammende griechische König Otto I. die oldenburgische Prinzessin Amalie. Königin Amalie war evangelisch. Und so brachte sie ihren evangelischen Hofprediger und Beichtvater mit. Für sie und ihren evangelischen Hofstaat wurde Gottesdienst in der Schlosskapelle gehalten. Deutschsprachige evangelische Gottesdienste wurden bis 1913 in der Schlosskapelle gefeiert. Doch mit der Ermordung König Georgs I. im Jahre 1913 in Thessaloniki reißt die unmittelbare Beziehung der deutschen evangelischen Gemeinde zum Königshaus ab, da die nachfolgenden Könige und ihre Familien der griech.-orthodoxen Kirche angehörten. Der erste Weltkrieg unterbrach die Bemühungen der Gemeinde um eine eigene Kirche. Erst in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts konnte die Gemeinde vom Griechischen Staat ein Grundstück für Kirche und Gemeindehaus erwerben. Von 1931-1934 wurden die Christuskirche und das Gemeindehaus in der Sina-Straße am Fuße des Lykabettos gebaut – in der direkten Umgebung der damaligen „Deutschen Kolonie“. Inzwischen wohnen die Gemeindeglieder weit über das ausgedehnte Großstadtgebiet verstreut. Ein Ort der Sammlung sind Kirche und Gemeindehaus geblieben.

 

Heute ist die Evangelische Kirche Deutscher Sprache in Griechenland ein nach Griechischem Recht eingetragener Verein mit Satzung und Vorstand, von dem mehr als die Hälfte der Mitglieder die griechische Staatsangehörigkeit besitzen müssen. Sie umfasst das gesamte griechische Hoheitsgebiet und gliedert sich in die rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Gemeinden Thessaloniki und Athen mit der Tochtergemeinde auf Rhodos. Gemeindeglied ist, wer sich schriftlich anmeldet und sich nach Maßgabe seiner Möglichkeiten (Mindestbeitrag derzeit 8,- € monatlich / 96,- € jährlich) an der Finanzierung des Gemeindelebens beteiligt. Jedes konfirmierte Gemeindeglied hat Sitz und Stimme in der Gemeindeversammlung, dem „Parlament“ unserer Gemeinde, wenn man so will. Ihr gegenüber haben u.a. Pfarrer und Gemeindekirchenrat jährlich Rechenschaft zu geben, sie wählt ebenso jeweils für sechs Jahre den Pfarrer / die Pfarrerin unter den vom Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland vorgeschlagenen Kandidaten. Aus den Gemeindebeiträgen und Spenden muss die Gemeinde alle Gemeindeaufgaben einschließlich der Personalkosten finanzieren. Da die eingehenden Gemeindebeträge allerdings nicht ausreichen, sind wir auf Zuschüsse der EKD angewiesen, die jedoch nicht unbegrenzt fließen. So freuen wir uns natürlich stets über neue Mitglieder.

 

Unser Gemeindeleben ist erfreulich rege. Pfarramtlicher Dienst, Seelsorge, Taufen, Trauungen, Beerdigungen, Konfirmandenunterricht - das ist hier so selbstverständlich wie in Deutschland. Jeden Sonntag um 9.30 Uhr feiern wir in der Christuskirche unseren Gottesdienst – so früh, weil nach uns die internationale englischsprachige St. Andrews- Gemeinde sich zu Gottes Lob versammelt. Doch hin und wieder gibt es auch Abendgottesdienste. Nach dem Gottesdienst bietet der Kirchkaffee im Gemeindehaus noch Gelegenheit zum Zusammensein und Gespräch. Über die Woche treffen sich zahlreiche Gruppen: ob Handarbeitskreis, Eltern-Kind-Gruppe, Gesprächskreise, Bibelabend, Gebetskreis, Kirchenchor oder Besuchsdienstkreis – die Möglichkeiten zur Sammlung und Mitwirkung sind vielfältig. Das genaue Programm entnehmen Sie unserem alle zwei Monate erscheinenden „Gemeindeblatt“, das allen Mitgliedern zukommt, aber auch z.B. in der Kirche, der Deutschen Schule, der Botschaft, in Buchhandlungen oder dem Goetheinstitut ausliegt.

 

Und natürlich gibt es in jedem Jahr am Wochenende des 1.Advent den berühmten Basar in der Deutschen Schule. Der wurde vor über 70 Jahren durch die damalige evangelische Pfarrfrau, Dr. Marie Kindermann, gegründet. Der Erlös diente zur Unterhaltung der evangelischen Schwesternstation. Heute ökumenisch geworden ist es der gemeinsame Adventsbasar der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde. Viele, vor allem Frauen, setzten ihre Zeit und Kraft ein, ihn zu seinem jährlichen Erfolg zu führen, um den andere Auslandsgemeinden uns herzlich beneiden. Es macht allen Beteiligten gewiss große Freude, zu erleben, dass der Einsatz lohnt: Durch den Erlös wird die gesamte Sozialarbeit der deutschsprachigen katholischen und evangelischen Kirchengemeinden finanziert. Besonders werden auch bedürftige Senioren in unserem Altenheim „Haus Koroneos“, das vom Evang. Johanneswerk Bielefeld betrieben wird, direkt unterstützt, die ihren Heimplatz nicht voll bezahlen können.

 

Die Evangelische Kirche Deutscher Sprache in Athen schön, - dass es sie gibt! Finden Sie das auch? Dann unterstützen Sie unseren Dienst! Werden Sie Mitglied, wenn Sie es noch nicht sind. Aber auch als „Gast“ sind Sie uns jederzeit willkommen. Leben Sie mit in unserer Gemeinde. Wir brauchen Sie. Wir freuen uns auf Sie im Gottesdienst, in unseren Gruppen und Kreisen.

Evangelische Kirche Deutscher Sprache in Griechenland - Gemeinde Athen - Pfarrer Jürgen Henning Kirche Sina 68 Gemeindehaus Sina 66

Tel. (0030) 210-3612713 Fax. (0030) 210-3645270 E-mail: evgemath@gmail.gr

Konten: „Evang. Gemeinde dt. Sprache in Griechenland“ Kto.-Nr: 5186056 bei Evang. Kredit- genossenschaft eG BLZ 52060410 „Evangeliki Germanoglossos Kinotis en Elladi“ Alpha Bank, Kto.-Nr. 353002002003764 IBAN GR66 0140 3530 3530 0200 2003 764 BIC CRBAGRAAXXX.- oder per gr. Postanweisung

Die Evangelische Kirche

Deutscher Sprache

in Athen

                        – schön, dass es sie gibt.